Aktueller Vortrag zum Thema neue Wohnformenen

Am Samstag, 21.11.2009. 09:00-16:30 Uhr fand in der vhs Landshut der Landshut der

InfoTage: Neues Wohnen, nachbarschaftlich leben
Wohnprojekte – selbstbestimmt, alters- und altengerecht

statt, der auf großes Interesse bei Bürgern, Projektgruppen und Vertreter von Politik und Verwaltung stieß:


Das Interesse an der Realisierung neuer Formen des Wohnens ist groß. Das hat jetzt ein ganztätiger Info-Tag am vergangenen Samstag (21. Novmeber) in der Volkshochschule Landshut zu dem Thema deutlich gemacht. Gut 70 Interessenten, darunter auch Vertreter aus Politik und Verwaltung nahmen an der Veranstaltung teil. Sie sollte das Rüstzeug vermitteln, selbst ein solches Wohnprojekt anzustoßen. Aber auch Informationen über die Bildung von „guter Nachbarschaft“ im Bestand als Beitrag zur Lebensqualität im Alter waren gefragt.

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In Landshut können Projektgruppen mit der Unterstützung aus der Politik, der Diakonie und der Volkshochschule rechnen. Die Gruppe „Leben in Landshut e.V.“ hat sich schon konkret auf den Weg gemacht. Sie will sich mit Hilfe von Experten aus München und erfahrenen Architekten im nächsten Jahr um das ehemalige Franziskanerkloster bewerben. Dort kann, wenn Bedarf besteht z.B. auch eine Kinderkrippe eingerichtet werden. Der Verein „Leben in Landshut“ sucht noch Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Treffen sind jeden ersten Montag im Monat um 19.30 Uhr im Cafe International (Am Organkai).

Holger Peters sieht das Diakonische Werk Landshut für die geplanten Wohnprojekte als Partner, welches diese mit abgestimmten Betreuungskonzepten ergänzt und somit den dauerhaften Verbleib des Einzelnen im Wohnprojekt sicherstellt. Die Diakonie fördert eigenständiges selbstbestimmtes Wohnen und unterstützt die Menschen hierbei in ihren vielfältigen Lebenssituationen. „Mit der Integration einer betreuten Wohngruppe böte sich die Chance zu einer alternativen Aufteilung der Verantwortung zwischen professionell Pflegenden, Angehörigen und Ehrenamtlichen“, erläuterte Peters. Ein weiterer Ansatz zur Zusammenarbeit besteht in der Einbindung des Sozialen Wohnungsbaus, um bezahlbaren Wohnraum für Betreute der Diakonie bereitzustellen.

Das gute nachbarschaftliche Miteinander ist das Grundmotiv aller an dem Info-Tag vorgestellten Projekte. Gemeinschaftsorientiertes Wohnen, so Doris Knaier, eine der Referentinnen, basiere auf dem Prinzip der guten Nachbarschaft: einem ausgewogenen Geben und Nehmen. Noch vor wenigen Generationen war ein Leben ohne die Nachbarschaft undenkbar. Genau dies – heute selbst gewählt und selbstgestaltet – ist die Grundlage der neuen Wohnformen. Doch auch hier ist der Respekt vor der Privatsphäre wichtig. Interesse an diesen neuen Nachbarschaften haben oft junge Familien, die ein lebendiges Umfeld für sich und die Kinder suchen und ältere Menschen, die Anregung, Kontakt und gegenseitige Unterstützung sicherstellen wollen. Die nachbarschaftliche Hilfe ist ein möglicher und wichtiger Aspekt in Wohnprojekten. Deutlich wurde aber auch, dass bei allen Vorteilen einer guten Nachbarschaft Fragen der Finanzierung und der Rechtsformen sorgfältig erwogen werden müssen.

In der Begrüßung hob Bürgermeister Dr. Thomas Keyssner hervor, dass das Leben inmitten der Stadt Landshut auch für junge Familien und finanziell nicht so gut gestellte Bürgerinnen und Bürger möglich sein muss. In Freiburg und Tübingen sind dank der städtischen Förderung lebendige altersgemischte Stadtviertel entstanden, die Modell für Landshut sein könnten. Her Matthias Treiber, der Geschäftsführer der vhs wies in seinem Grußwort auf den Zusammenhang zwischen dem demografischen Wandel und den neuen Wohnformen hin. Die Volkshochschule, die Stadt und die Diakonie haben den InfoTag in Landshut als Kooperationspartner tatkräftig unterstützt. Ab Januar 2010 wird das Diakonische Werk Landshut in Kooperation mit der Volkshochschule für alle Interessierten einen Stammtisch zum Erfahrungsaustausch einrichten und Informationen auf der Homepage www.diakonie-landshut.de in der Rubrik „Betreuung / Gemeinschaftlich Wohnen“ veröffentlichen. Dort kann man sich auch als Interessent eintragen.

Der Info-Tag selbst wird vom bayerischen Sozialministerium gefördert und 2008 und 2009 in allen Regierungsbezirken vom Verein Urbanes Wohnen e.V. in München organisiert und in Kooperation mit der Münchner Koordinationsstelle Wohnen zu Hause durchgeführt.

Gemeinschaftlich zu Wohnen ist kein Novum mehr. Gruppen, die sich finden, können auf zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten und realisierte Modelle zurückgreifen.

Programm-Folder [138 KB] mit dem genauen Pogramm zum Download.

Weitere Informationen: www.urbanes-wohnen.de/infotage

Kooperationspartner:
URBANES WOHNEN E.V. München
Stadt Landshut
Volkshochschule Landshut
Diakonie Landshut

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS)

Anmeldung:
Telefon: 0871 92292-0
Fax: 0871 92292-900
anmeldung@vhs-landshut.de