Der geschichtliche Hintergrund des Geviertbaus
Das ehemalige Krankenhaus in der Ländgasse war ursprünglich Sitz der Landschaftspräsenz - der Vorläuferin des heutigen Bezirkstages. Der "Geviertbau" ist im amtlichen Inventar der Kunstdenkmäler von Bayern, Niederbayern, Bd. XVI, Stadt Landshut, S. 455 ff. beschrieben und als Baudenkmal in der Denkmalliste aufgeführt.
Über alle Zeugniskraft als Baudenkmal hinaus ist das Gebäude ein mit der Stadtgeschichte Landshuts aufs engste verbundenes bedeutendes Geschichtsdenkmal. In mittelalterlicher Zeit gehörten die drei Vorgängeranwesen den Herzögen Friedrich und Heinrich. Nach mehrfachem Wechsel gelangten sie in den Besitz der Widersbach. Es folgt der Neubau der heutigen Vierflügelanlage. Im Jahr 1719 wohnt in dem Gebäude der Verordnete der Ritterschaft, der Landschaftsbote. 1780 bezieht Pfalzgraf Wilhelm von Birkenfeld dort Quartier bis zur Instandsetzung der Stadtresidenz. Von 1800 bis 1803 ist das Bartholomäus-Institut der Universität dort untergebracht, dem bis zur Verlegung der Universität nach München die Universitätsklinik folgt. Ab da wird der Bau als Krankenhaus genutzt bis zum Neubau des städt. Krankenhauses in den 60er Jahren.
Das Repräsentationstreppenhaus
Dieses Repräsentationstreppenhaus, das 1693 an der Südecke des Arkadengangs angelegt wurde, ist besonders zu erwähnen. Die Treppenläufe sind mit steigenden Tonnen überwölbt, im Deckenspiegel des barocken Treppenhauses ist eine große Wappenkartusche mit dem bayerichen Rautenwappen versehen. Die Podeste haben Kreuzgewölbe, in den Podestwänden befinden sich große Halbrundnischen, in denen Holzfiguren standen, die Christian Jorhan zugerechnet werden.
Die Treppe im Nordostflügel
Die kleinere Treppe die im Nordostflügel des Geviertbaues entstanden ist, wurde in Anlehnung an die Narrentreppe der Burg Trausnitz mit offenem Auge, das von gedrungenen toskanischen Säulen eingefaßt ist, gestaltet.
Frieshalle
Blick zum Innenhof, von der Frieshalle aus.


